Immobilien

Die Burgerschaft Brig-Glis besitzt mehrere Immobilien:

  • im angegliederten Stockalperschloss den ältesten Hof mit Arkaden
  • im alten Stockalperhaus das Speiserestaurant Schlosskeller auf zwei Etagen sowie grössere sehenswerte Keller
  • im ersten Obergeschoss befindet sich der Burgersaal, der Stockalpersaal und eine Wohnung
  • im dritten Obergeschoss befindet sich das älteste Zimmer der Stockalper-Dynastie, der Ehrenburgersaal und das Zivilstandsamt mit bemalten Decken von nationaler Bedeutung (1532-1634)
  • in Glis das bekannte Restaurant Malteserkreuz (1691), die Malteserdiele, Büros und Wohnungen
  • in Brigerbad hat die Burgerschaft Miteigentum am alten Burgerhaus (Schützenhaus)
  • die Sebastianskapelle im Zentrum von Brig
  • die Wickertkapelle und die Kreuzweg-Stationen in Glis
  • die Wurzelkapelle im Wickertwald
  • die Holzschnitzel-Lagerhallen in Glis und in Gamsen
  • Werkhof, Forsthaus und Drescherei bei der Napoleonsbrücke in Glis

 

Altes Stockalperhaus in Brig

Das Stammhaus der Stockalper-Dynastie, welches zum Grossteil im Besitze der Burgerschaft Brig-Glis ist, wurde 1532 von Peter Stockalper, dem Urgrossvater von Kaspar Jodok von Stockalper erbaut.

 

Ca. 100 Jahre später (1634) wurde das Haus nach Norden erweitert, wo sich der heutige „Schlosskeller“ befindet. Der Arkadenhof, die Schlosskapelle und der Dreikönigssaal wurden in den Jahren 1653-1656 vom grossen Kaspar Jodok von Stockalper gebaut.

 

Die Burgerschaft ist erst seit 1974/75 im Besitz der Miteigentumsverhältnisse des alten Stockalperhauses. Mit grossem finanziellem Aufwand wurden der Stockalpersaal, der Burgersaal, die verschiedenen Lokalitäten des Restaurants Schlosskeller und das 3. Obergeschoss mit dem Ehrenburgersaal renoviert und restauriert. Die letzten Restaurationsarbeiten wurden im Jahre 2000 abgeschlossen.

 

Malteserkreuz in Glis

1692 erwarb die Burgerschaft Glis das Malteserhospiz. Im folgenden Jahr wurde das Gebäude renoviert und um zwei Stockwerke erhöht.

 

Die ursprüngliche Bausubstanz wurde im Laufe der Zeit mehrmals verändert. Heute ist der Lärchenblockbau von 1692 zu sehen, der bei der Renovation von 1984 freigelegt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt galt dieser Bau als Mauerkomplex.

 

Durch das Restaurant Malteserkreuz, die Diele der Burgerschaft und die Burgerkanzlei wird das ehemalige Hospiz rege benutzt.

 

Sebastianskapelle in Brig

Sie wurde in den Jahren 1636/37 vom Prismeller Baumeister N. Bodmer unter starkem Einfluss italienischer Vorbilder erbaut. Im Innern befindet sich ein von Lorenz Justin Ritz im Jahre 1837 gemaltes Altarbild mit Darstellung des Hl. Sebastian und einer Stadtansicht von Brig.

 

An der Schauseite gegen Osten und dem Sebastiansplatz stehen in Nischen die Barockstatuen des Hl. Leodegar und des Hl. Hieronymus.

 

Die Sebastianskapelle in Brig ist im Eigentum der Burgerschaft Brig-Glis, die sich auch um deren Unterhalt kümmert.

 

Den Hl. Sebastian ehrt man jeweils am Namenstag (20. Januar) mit einer feierlichen gesungenen Messe und die Burgerschaft lädt traditionsgemäss die Geistlichen, den Chor und alle Messbesucher zu einer Bouillon, Speis und Trank ein.

 

Wickertkapelle in Glis

1713 wurde diese Kapelle von den Bewohnern vom Wickert gebaut. Zur selben Zeit oder ein wenig später dürfte auch der Kreuzweg von der Napoleonsbrücke bis zur Wickertkapelle mit den 14 Stationen errichtet worden sein.

 

1974/75 wurde die baufällige Wickertkapelle von der Burgerschaft Brig-Glis erworben und gleichzeitig einer gründlichen Restauration unterzogen.

 

Im Jahre 2004 restauriert die Burgerschaft Brig-Glis sämtliche Kreuzweg-Stationen und die Kapelle erfuhr eine Aussenrenovation.

 

Ein besonderer Brauch, der sich bis heute erhalten hat, ist die Hinterlegung der Todesandenken in der Kapelle, die fein säuberlich in Metalltafeln eingerahmt sind.

Kontakt
Gerold Philipp

(Immobilien)

Pianzola Guido

(Forstrevier)